Geschichte von Shandong

Wir werden noch genauer ... diese Seite sollte nicht völlig leer sein.

Ein interessanter historischer Aspekt, der sich bis heute in der Einstellung gegenüber

den Deutschen niederschlägt, ist der gemeinsame geschichtliche Hintergrund: Gegen

Ende des 19. Jahrhunderts geriet Shandong unter deutschen Einfluss. 1898 wurde die

Bucht von Jiaozhou (früher: Kiautschou) an die Deutschen "verpachtet", die die moderne

Hafenstadt Qingdao (früher: Tsingtao) gründeten. 1905 stellten die Deutschen eine

mehr als  400 km lange Bahnlinie von Qingdao nach Jinan fertig und legten damit

den Grundstein für die Industrialisierung Shandongs.

 

Im Zuge des Ersten Weltkrieges verlor Deutschland seine chinesische Provinz jedoch

an Japan. 

 

Keine andere Provinz Chinas hatte damit in der Vergangenheit so engen Kontakt zu

Deutschland und glücklicherweise sind die Erinnerungen an die kaum zwanzigjährige

Periode der deutschen Präsenz in Shandong überwiegend positiv ... obwohl nicht alles

in Ordnung war, was damals geschah.

 

Shandong zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszonen in China. Der Wandel

des wirtschaftlichen und politischen Umfeldes in China hat die Attraktivität der Provinz

Shandong für ein Engagement deutscher Betriebe erhöht.

 

Trotz einer allgemein positiven Grundtendenz ist das Kooperationspotenzial zwischen

Deutschland und Shandong bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Das riesige

Marktpotenzial des chinesischen Marktes wird hoch veranschlagt, die Investitions-

bedingungen sind günstig und eine Reihe von sehr positiven Erfahrungen einzelner Betriebe

liegt vor.

 

Es scheint, dass neben der großen räumlichen Entfernung auch die kulturelle Distanz,

etwa das Problem der Sprachkenntnisse, einen nicht zu unterschätzenden Hinderungs-

grund für ein aktives Engagement von Klein -und Mittelbetrieben darstellt.